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19. September 2019

Schrei nach Stille #1

langsam nimmt alles formen an – oder verliert eben alle …


















meine erstes zusammentreffen mit dem ensemble platybus.
unser konzert: 22. Oktober im reaktor

https://www.reaktor.art/programm/platypus-ensemble

25. Mai 2016

Tonsalon #3

TONSALON #3

eine Gemeinschaftsproduktion von Wiener Klangwerkstatt und Engelsharfen & Teufelsgeigen, diesmal als Gäste im Kunstraum Sellemond am Samstag, den 4. Juni, um 19 Uhr.



 














Klingt als ob es Wurst wäre

"Den Titel der laufenden Ausstellung ZZZ verwandeln wir mittels Fleisch, Darm, Wurstspritze, Pfanne, Hitze, Mikrofon, Computer und weiterer Hilfsuntensilien in ein zischendes, riechendes, schmeckendes Gesamtkunstwerk. Die bei der Wurstherstellung und -zubereitung entstehenden Geräusche dienen als Grundzutaten für eine Tonsalon-Lecture, aus der in Folge Musik und ein Abendessen entstehen."

live Verwurstung: Martin Peck
live Interpretation und Komposition: Bruno Liberda


Begleitend zur anschließenden Einverleibung kredenzt das DJ-Kollektiv
Engelsharfen & Teufelsgeigen musikalische Gustostückchen aus entrückten Klangwelten.

u.A.w.g. (Angela Stief: angela.stief@gmx.net, 0699 1108 1237)
Aufgrund beschränkter Platzanzahl können nur Gäste mit Rückantwort zugelassen werden.


Ein Projekt im Rahmen der Ausstellung:

ZZZ - Dejan Dukic, Angelika Loderer, Anneliese Schrenk, Siegfried Zaworka

Kuratiert von Angela Stief

Kunstraum Sellemond, Puchsbaumgasse 1C | Lift 5.2, Stock 4, Top 6.5 | A-1100 Wien (Ankerbrotfabrik gegenüber Expedithalle)

2. Oktober 2015

Tangoloso

Die hier angekündigten Konsequenzen greifen Platz. Diego Collatti diesmal solo am Blüthner, den ich dann mit Bits & Bytes weiter ins Klangreich führen werde … am 17. Oktober.
Tango; goloso ( naschhaft, Schleckermaul) ... wird zu Tangoloso, weil wir schon bei den Proben viel Spass haben.

Die Verknüpfung der diversen Instrumente (Mikrofon, Klavier, Kyma, Eventide) bedarf ein bisschen Überlegung:


















Ein erster Vorgeschmack:



8. Juli 2015

Weg nach C

Dank an Anne La Berge, die extra aus Amsterdam gekommen war, um diese Uraufführung so wunderbar zu spielen und Dank an das unerschütterliche Publikum, das der Hitze in Wien standgehalten und sich bis in den Elektro Gönner vorgewagt hat.

Ein kurzer Ausschnitt vom Beginn des Stückes:


30. Juni 2015

Musik für Gönner / Weg nach C


'Musik für Gönner', erste Skizzen zur generellen Verschaltung des Modularsynthesizers,
der dann Sonntag Abend, 5. Juli, im Elektro Gönner live gespielt werden wird


















das klein gehaltene Setup für Sonntag, zur Hälfte schon verkabelt:














'Weg nach C'
mit der Flötistin / Komponistin Anne La Berge versuchen wir, ein C zu finden.
Dabei kommen digitale Mittel zum Einsatz, die uns die Expedition erleichtern sollen.
Ein Ausschnitt aus den vielen Kyma Sounds, die wir als Hilfsmittel und Wegzehrung einsetzen:
















































23. Juni 2015

l' angelo della voce / das Verschwinden als Vorwand

ein weiterer kleiner Puzzlestein im Engelsuniversum. Ein nicht singender Schauspieler, der wunderbare Töne von sich gibt, Worte, die sich zum Mönchsgesang entfalten …

… und die Seite 2 und 3 der Partitur:




30. Mai 2015

l' angelo della voce / Komponieren schauen – Fortschritt hören

Beabsichtigt war eine kleine Skizze - eine Studie. Übung im besten Sinn des Wortes, um Nikolaus Kinsky und mich zweckvoller zusammenzuschmieden – besser: die Stimme von Niki und meine live elektronischen Aktionen aufeinander einzuschwören, reagieren zu lernen und wachsen zu lassen. Auf dem Heimweg nach einer typisch Wienerischen Kaffeehaussitzung, wo wir beide im Februar über ein Jonke Projekt brüten, entsteht diese unspektakuläre scheinende Partitur, in deren Widmung es heisst:



 Nun aber scheint "l'angelo della voce" in unseren fast wöchentlichen mehrstündigen Sitzungen seine Flügel kräftig auszubreiten. Die in der Partitur angegebene Dauer ist längst überschritten, es scheint, dass so etwas wie eine kleine Oper entsteht. Wir erforschen und hinterfragen verschiedene Facetten der Stimme, der Stimmgebung, der Weiterverarbeitung, der Reaktion seitens des Schauspielers, bauen neue Algorithmen im Computer, die von Kinsky's Atem geführt werden können und seinem Gestus neue Flexionen suggerieren. Dabei kommen immer mehr Schichten von nicht geahnten Möglichkeiten des immer eindringlicher werdenden Stückes an die musikalisch-dramaturgische Oberfläche. Das wuchernde Material soll auszugsweise hier im virtuellen Raum nachvollziehbar gemacht werden. Ein neuer "Hörsaal", wo die/der BlogbesucherIn viel Zeit und Raum zu repetitiver Betrachtung hat und der Entstehungsprozess zumindest teilweise offengelegt wird. In Abständen werden unsere Fortschritte hier im Netz als Stationen auf dem Weg in ein großes Puzzle wachsen. Am Ende der Reise ins halbwegs Unbekannte wird sich … ergeben haben …

Eine erste (fehlerhafte) Aufnahme, grobe Skizze, die schnell die gesamte Partitur durchgeht:




3. Oktober 2014

Gestus.Geheimnis.Weg. Das Konzert.

über 30.000 Orgelpfeifen in einem 3D Hörraum! Uraufführung im Rahmen von KISS2014 in Lübeck, ein Ereignis, dem viel Vorbereitung und technischer Aufwand vorausgegangen ist:
Tonmeister Thomas Fricke-Masur und der Komponist beide in Gedanken …















Unter den Tischen auf der Orgelempore


















Das Konzert hat begonnen





















Der Ausschnitt vom Schluss des Stückes kann nur Klänge wiedergeben, aber leider nicht das fast unheimliche Raumerlebnis, wenn es wirklich von allen Seiten tönt:

14. August 2014

Gestus.Geheimnis.Weg

GESTUS.GEHEIMNIS.WEG
Raumklang für Aerophone in alter und neuer Stimmung plus live Elektronik
6 - 9 Musiker

Dieses Stück ist speziell für die 3 Orgeln in St.Jakobi / Lübeck geschrieben, wo es am 26. September 2014 zur Uraufführung gelangen wird. Es kann aber auch mit allen möglichen (auch erfundenen) Typen von Aerophonen mit spezieller Stimmung gespielt werden.

Aus der Partitur:

27. April 2014

Eine Veränderung


Die intime Atmosphäre der Alten Schmiede in Wien suggeriert diese andere Art der Performance: Nicht das übliche Abspielen oder Improvisieren eines Stückes, sondern die veritable Neukreation … vor und mit Publikum!

Mit den von einzelnen (allen) ZuschauerInnen improvisierten Klängen aus dem Besen-Schere-Klavier-Papier-Draht-Glocken-Zellophan-Porzellan und Sonstiges Instrument, werden im Laufe der Performance Motive destilliert, die sich in 31 Veränderungen überlagern …  

Alle Anwesenden sind Zeugen beim Werden eines Stückes. 
Grenzen aufheben … 
zwischen Entstehen und fertigem Werk, Komponist und Publikum, zeigen und tun.

Komponieren schauen – Fortschritt hören!


11. Dezember 2012

Sprach-Raum-Klang-Spiel

Vorfreude auf April 2013:
"in sich(t)"
eine Performance / Installation in der Luegerkirche am Zentralfriedhof























Den ursprünglichen Plan, dort mein neues Stück "die verbleibende zeit" für orgel(n) plus ... aus der Taufe zu heben, habe ich nach einem Messbesuch im August schnell wieder verworfen: Eine unterdimensionierte Orgel, ein Kuppelgewölbe, das fast den ganzen Raum überdacht und glatter Stein, der die gerichteten Reflexionen gleich wieder nur einfach reflektiert, aber mit einer Hallfahne im gefühlten Minutenbereich – schlechtere akustische Voraussetzungen gibt es kaum. Während der Predigt aber, die auf Grund der beschriebenen Raumakustik verbal nicht verständlich, jedoch durch die einander überlappenden Silben und im Raum herumschwebenden Satzfetzen bei mir ein eigenes Meditations- und Zuhörmuster ausgelöst haben, bewegten sich plötzlich kontrapunktisch zu des Monsignore Stimme meine eigenen fiktiven Sprecher und Sprecherinnen, die ein einziges Motiv hatten.

Dazu kommt der Traum, dass die Kirche selbst mittels zweier Schlagwerker zum klingenden Instrument wird, quasi ein Riesenflügel, in dessen eindeutig gefärbten Korpus hineingesprochen und auf dem gleichzeitig gespielt wird!



14. März 2012

Obi-Gong

Impressionen aus dem ELEKTRO GÖNNER vom 4. März


Photos: Sophie Kim


























… und so klingt er, im kräftigenden Granular- und Spektralbad live in seiner Strahlkraft gestärkt …

 Obi-Gong 1:20 (Intro "Buddha cannot sit quietly anymore") by Bruno Liberda 



23. Februar 2012

Buddha cannot sit quietly anymore (1)

für Stimme, Obi-Gong und live electronics

Uraufführung am 4. März im Elektro Gönner ab 21h, Mariahilferstrasse 101 / 1060 Wien.
Für mich eine Novität, da ich in diesem Stück zum ersten Mal eine genaue Auswahl meiner analogen Elektro-Module mit der digitalen Domaine vermenge und die Kommunikation zwischen diesen beiden Welten noch durch Stimme und Obi-Gong angereichert werden wird.

Warum?

Resonanzphänomene, Selbstoszillation, übersteuerte Filter, die uns je nachdem in Abgründe oder in den Siebten Klanghimmel schleudern, sind im digitalen Bereich schwer bis gar nicht herstellbar. Andrerseits hält der Computer das Cockpit zur (intuitiven) Kontrolle für so einen Überschallflug bereit. Also ein ideales Match: Es gibt keine Klang erzeugenden Quellen im analogen Bereich, sondern nur eine raunende Spekulation, was passiert, wenn gewisse Feedbackschleifen über verschlungene Wege kurzgeschlossen und von genau gezirkelten Steuerspannungen aus dem Computer domptiert werden sollen.


Aus der in den letzten Tagen rapide gealterten Schaltskizze geht hervor, dass sich das meiste um ein Resonanzfilter dreht, dessen Eingang von einem AnalogDelay gefüttert wird, selbiges aber erst einmal Material zum delayen benötigt und daher vom Eingang des eben vorhin erwähnten Resonanzfilters  gespeist wird. Damit der Reigen sich nicht so einfach kurzschließt, wird ins Feedback des Delays noch das selbsteigene Signal gesteckt, nachdem es zwischendurch in einem anderen Modul durch Schärfung seiner Kanten, Verlust von ein paar Bits und schwankende Samplingraten einiges mitgemacht hat. Das wiederum hat interessante Auswirkungen auf den Eingang des Resonanzfilters und so setzt sich ein Reigen in Gang, dessen Tanz zu immer neuen Schwingungen führt, dessen Farbbänder mehr oder weniger meinen Zügeln gehorchen.

Buddha sitzt auf einem Pulverfass …

Ausschnitt aus der Partitur




10. Januar 2012

Klangwerkstatt, forts.

"… data, its generation, its acquisition, its transformation …" lese ich heute Früh im Vorwort des neuen Buches über Computermusik von Jeffrey Stolet "… um daraus eine musikalische Reise werden zu lassen …" Das scheint mir die perfekte nüchtern-poetische Zusammenfassung all der Bilder und Worte aus meinem vorhergehenden Posting.

Ein glücklich zugeflogener Augen-Blick, sein Festmachen und Weiterspinnen.

Generieren oder Aquirieren verschwimmen und werden irisierend zum Synonym.

Transformieren: der immer wieder in verschiedene Richtungen losgeschickte Augen-Blick.

Während des Transformationsprozesses werden wie durch einen inneren, geheimnisvollen Magneten immer wieder neue Partikel aus dem noch unbekannten Universum des neuen Stückes in den Strudel der Verarbeitung geschleudert, die langsam ein vollendet marmoriertes (Klang-)Bild ergeben.

Durch das "ins Licht halten" einzelner Datensätze erkenne ich langsam am Schimmern, Glitzern und Leuchten, wer zu wem passen könnte, welche Charakterisik unterstrichen werden will, welche verborgen  bleiben soll, akribische Beurteilung, Zensur, Resonanz, aufbauschen, beschwichtigen … eine neue musikalische Reise hat begonnen.

Jeffrey hat eine wunderbare interaktive Seite für Grundbegriffe der elektronischen Musik.

8. Januar 2012

Klangwerkstatt

meine Werkzeuge zum Komponieren reichen vom Bleistift (kein Foto:-) über verschiedene Hilfsmittel (pseudo)instrumentaler Art als Zulieferer





































… bis hin zu spezieller Computersoftware und einem eigens für Musik gebauten Computer 


Um 1950 unterscheiden wir genau zwischen mit Mikrofonen aufgenommenen, vorher mechanisch erzeugten Klängen ("musique concrète" / Paris), die dann hauptsächlich mit Schnitt und Geschwindigkeitsmanipulation zu "Tape-music"weiterverarbeitet werden und rein elektronisch aus Oszillatoren u.a. hergestellten ("elektronischen Musik" / Köln), in Konsequenz der seriellen Musik genau berechneten Klängen. Es herrscht auch ein philosophischer Dissenz, da die einen überzeugt sind, dass uns die Natur überreich mit den komplexesten Spektren beschenkt, die mittels Technologie nie erreicht werden könnten, die anderen hingegen endlich froh sind, sich mittels Umkehrung der Fourier-Analyse (Zerlegung jedes Klanges in Sinustöne ≠ Synthese jedes beliebigen Klanges aus Sinustönen) eben von der "Natur" befreien zu können.
Natürlich haben beide Methoden Vorteile, sind inzwischen (nicht nur) im Computer zusammengewachsen und vor allem unglaublich verfeinert worden. Neue Mikrofon- und Aufnahmetechniken erlauben uns, Spektren von Schallereignissen minutiös einzufangen und darzustellen. Neueste Computerprogramme ermöglichen dann, diese Matrizen als Ausgangsmaterial zu raffiniertem Komponieren zu verwenden.



23. November 2011

self portrait without self

line-up: Zither, voice, live-electronics

… Spiel mit gefrorenen Spektren …. Stimme und Zither werden live in Kyma weitergeformt, wo bestimmte Algorithmen das "stop and go" des Spektrums lenken … in unregelmäßigen Zeitintervallen schlüpft die Musik in gerade analysierte und festgehaltene Situationen ihres eigenen Spektrums und spiegelt sich in diesen fixierten Obertönen. Verschiedenste Farbbetonungen im Klang sind das Resultat … abhängig davon, ob eine scharfklingende, hohe Note oder meine tief grummelnde Stimme eingefangen wurde …


Bruno Liberda _ Uraufführung von "self portrait without self", Porto / Sept. 2011





21. November 2011

siebenmal gefärbt

Mein wichtigstes Vorwort

Beim Lesen des Stückes bekommen einzelne Blätter eine Präferenz vor anderen, werden einzelne Ausschnitte wichtiger oder lösbarer oder interessanter als andere erscheinen. Konsequenterweise ergibt sich für jede(n) InterpretIn eine andere Schwerpunktsetzung, eine andere Auswahl von „MOTIVEN“. Diesen Motiven soll mit Vehemenz nachgegangen werden: wiederholend artikuliert, loop-artig immer wieder interpretiert, dabei leichte Veränderungen erfahrend und in trancehafter Versenkung immer recyclet, um die Figur, den Klang, den Rhythmus genau zu ziselieren (vergessen wir dabei nicht einen wichtigen Aspekt der Quantität: Eine Schafherde, ein Schwarm Vögel etc. … sind eine misteriöse Ansammlung von Varianten eines bestimmten Prototyps, als empfände die Natur Abscheu vor exakter Reproduktion oder ist unfähig, sie herzustellen). Diese Motive können auch Fragestellungen zur Partitur sein, die so unlösbar scheinen, dass durch deren Verbalisierung und Wiederholung einerseits eine Erleichterung eintritt, andrerseits eben eigene musikalische Formen entstehen.

Die gesamte Partitur ist Reflexionsmechanismus, der bei den Interpreten die „richtigen“ Resonanzen auslöst. Die Partitur ist nicht mehr verlängerter Ordnungsanspruch der Vergangenheit (einer damals gehabten Idee), dem die Gegenwart und die Zukunft entglitten ist (ein sehr abgewandeltes Zitat aus: Risikogesellschaft. Auf den Weg in eine andere Moderne von Ulrich Beck; ebenda:) Reichtümer kann man besitzen, von Risiken ist man betroffen. In Klassen- und Schichtlagen bestimmt das Sein das Bewußtsein, während in Gefährdungslagen das Bewußtsein das Sein bestimmt.

… oder anders ausgedrückt: Die Suche nach einem radikaleren Paradigmenwechsel zerstört die „schönen Bilder“ und hebt das Schreiben über die Partitur in den Rang der eigentlichen Partitur.

Die Absicht?

In der esoterischen Weltanschauung wird das Universum in sieben Seinsebenen aufgeteilt. Die niedrigste ist die physische Materie, Grundlage aller Tätigkeiten und Veränderungen. Auf dieser Ebene wird die Resonanz auf den Kraftstrom, den ein schöpferischer, Willen-aussendender Ursprung freigesetzt hat, als Ton hörbar. Er vermittelt die Absicht des verursachenden Ursprungs. Doch der hörbare Ton enthält nicht nur die ursprüngliche informative Absicht, er ist auch von den physischen Grenzen und besonderen Eigenschaften des resonierenden Instruments geprägt. Die Obertonreihe, die der resonanzfähige Ton hervorbringt, ist niemals eine vollständige, einige der Teiltöne sind intensiver, andere fehlen ganz. Das führt zur besonderen Klangfarbe und Qualität des Tones. Wir hören nie den „wirklichen Klang“ – nur seine momentane Resonanz durch die Einwirkung unhörbarer Energien (vergleichen wir es mit dem Begriff der Quanten in der Physik, so entbehrt die Idee der sprunghaften Freisetzung von Energie plötzlich jeglichen esoterischen Mäntelchens!). Diese resonante Energie ist nun auch auf den ganzen Denk- und Fühlprozeß beim Lesen dieser Partitur auszuweiten – als „Gefährdungslage“ zu begreifen.

Ich Komponist sende – Du MusikerIn reflektiere. Nieder mit dem Produktionsprozeß, re-agiere, wandle, forme DEIN Sein!

Hinterfragen ist wichtiger als das hohe C. Unschuld beschützt niemand!


Wien, 2008